
Der Bildhauer Stephan Balkenhol wird das Richard-Wagner-Denkmal für Leipzig schaffen. Das entschied die Wettbewerbsjury unter Vorsitz von Frau Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Direktorin der Kunsthalle Karlsruhe, am Dienstag den 14. Juni 2011 im Museum der bildenden Künste Leipzig. Der Entwurf überzeugte wegen seiner Vielschichtigkeit. Balkenhol stellt einen jungen Wagner dar, der von einem großen Schatten überragt wird. Das Denkmal soll aus bemalter Bronze und Stahl hergestellt werden.
Der Sockel für das Kunstwerk steht bereits am Leipziger Promenadenring. Es ist der von Max Klinger entworfene Block aus Laaser Marmor, der seit nunmehr hundert Jahren auf seine Vollendung wartet. Der Leipziger Bildhauer Max Klinger, der im Jahre 1903 den Auftrag für ein Wagner-Denkmal erhielt, stellte das im naturalistischen Stile der Zeit konzipierte Monument nie fertig. Mit dem Entwurf von Stephan Balkenhol ist eine zeitgenössische Sicht auf die Figur Wagner geschaffen, die zugleich eine gelungene Symbiose von Altem und Neuem darstellt.